Lokaler Aktionsplan

Die strategischen Überlegungen im Lokalen Aktionsplan dienen dem Ziel eine vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung im Wrangelkiez nachhaltig zu verankern. Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung bedeutet, die vorhandene Vielfalt an Erfahrungen und Kompetenzen im Stadtteil für Bildungsprozesse zu nutzen und zu schätzen und gleichzeitig gegen Ausgrenzung, Diskriminierung, Entwürdigung und Vorurteile anzugehen. Es geht darum, schrittweise zur Verbesserung der Bildungschancen von Kindern, Jugendlichen und Familien beizutragen und damit ihre Möglichkeiten der Teilhabe an der Gesellschaft und insgesamt ihre Lebensbedingungen zu verbessern.

Zielgruppe der Bildungsinitiative sind die Menschen, die hier und heute im Wrangelkiez leben und arbeiten. Die Arbeitsweise ist auf den flexiblen Umgang mit den verschiedenen Handlungsebenen gerichtet. Die jeweiligen Zeitziele und Arbeitsschritte, die Projekte und Maßnahmen müssen kontinuierlich kritisch hinterfragt und auf ihre Wirksamkeit überprüft werden. Voraussetzung für den Erfolg ist einerseits an die Bereitschaft der einzelnen Beteiligten geknüpft, gemeinsam und zielgerichtet an Themen zu arbeiten und andererseits daran, dass finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, die für die modellhafte Erprobung gemeinsamer Bildungsziele und -maßnahmen unabdingbar sind.

 

Nur durch die kontinuierliche gemeinsame Kompetenzerweiterung kann das Ziel erreicht werden, die Bildungschancen eines gesamten Stadtteils zu verbessern. Bildung ist hier in einem breiteren Sinne gemeint und keinesfalls auf das schulische Lernen zu reduzieren. Bildung ist vor allem aktive Aneignung von “Welt” durch die Kinder. In dem Kindern Möglichkeiten gegeben werden, neugierig handelnd diese Welt und sich selbst in dieser Welt zu begreifen, nehmen sie ihren Bildungsprozess selbst in die Hand. Wir Erwachsenen sind dazu da, sie dabei wohlwollend und interessiert zu unterstützen, ihnen Erfahrungsräume zur Verfügung zu stellen und ihre Fragen zu beantworten. Dabei werden wir häufig selbst wieder zu Lernenden und bilden uns mit den Kindern gemeinsam weiter. Und das können wir alle tun, jede/r an seinen/ihrem Ort, die Eltern zu Hause, die Erzieher/innen in den Kitas, die Lehrer/innen in der Schule, die Nachbarn im Kiez, alle zusammen in Kooperation mit einander, und überall sind Bildungsräume für unsere Kinder, überall findet Lernen statt.

 

Der Lokale Aktionsplan wird durch die Akteure und Gremien der Bildungsinitiative in regelmäßigen Abständen überarbeitet und fortgeschrieben. Konkret bedeutet dies, dass die formulierten Ziele und Handlungsebenen auf Erreichtes und Nicht-Erreichtes überprüft werden und neue oder erweiterte Ziele formuliert werden.

 

Aktionsplan

 

Aktionsplan_Fortschreibung 1

 

Aktionsplan_Fortschreibung 2